Crypto Trading / Krypto Trading

In den letzten Jahren kam es bei vielen Menschen zu einer immer deutlicher werdenden Veränderung in der Wahrnehmung von Krypto-Währungen. Begünstigt werden diese Entwicklungen auch durch finanzpolitische Entscheidungen bei den großen Währungen. Der Fokus bei den Krypto-Währungen verschiebt sich dabei für zahlreiche interessierte Menschen vom Mining oder Schürfen von Krypto-Währung hin zum Crypto Trading.

Was sind Krypto-Währungen und wo liegen die Unterschiede zu herkömmlichen Währungen?

Um den „Sinn“ hinter Kryptowährungen besser zu verstehen, müssen zunächst das Wesen von herkömmlichen Währungen sowie die signifikanten Schwachstellen beleuchtet werden. Außerdem ist das politische Geschehen einzubeziehen.

Zunächst besaß Geld einen inneren Wert. Die Münzen bestanden aus Gold, Silber oder anderen wertvollen Metallen. Dann gingen die Betreiber der Vorläufer unserer heutigen Banken dazu über, diese wertvollen Metalle in Tresoren sicher aufzubewahren und stellten Quittungen aus, die den Wert einer solchen Einlage bestätigten. Da dieses Papierbelege viel einfacher zu handhaben waren, entwickelte sich daraus das Papiergeld.

Mit den Geschehnissen im Ersten Weltkrieg begann das Deutsche Reich erstmals, keinen entsprechenden materiellen Wert mehr hinter Papiernoten zu stellen. Es folgte die berühmte und verheerende Hyperinflation. Man mochte meinen, die Staaten hätten daraus gelernt, doch schon wenige Jahrzehnte später hoben die USA die Goldbindung auf. Eine der letzten goldgebundenen Währungen war das Schweizer Franken CHF. Heute besteht eine Währung rein aus Wirtschaftsleistung und Vertrauen. Außerdem wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die gegenseitigen Wertbindungen von einer zur anderen Währung aufgehoben. Das ermöglichte erst den Handel mit Währungen.

Die Problematik der Geldschöpfung

Natürlich gab es zahlreiche Beteuerungen, dass die Währungskurse niemals manipuliert werden dürften. Nun kommt aber noch ein anderes Problem hinzu. Das System, wonach ein Land so viel Geld ausgeben oder drucken kann, wie es in materiellen Werten besitzt, wurde massiv verändert. Neues Geld wird inzwischen durch Schuldengenerierung geschöpft. Ein Kredit wird aufgenommen. Das betreffende Geldinstitut muss nur einen geringen Prozentsatz dieses Wertes besitzen.

Der große Rest wird einfach in das System gebucht als Schuld, dem auf der anderen Buchungsseite der Kreditvertrag gegenübersteht. Gleichzeitig darf die Bank eine Bearbeitungsgebühr bzw. einen Zinssatz auf das Geld erheben. Es wird also mehr Geld zurückverlangt als generiert wurde. Um dieses Problem zu lösen, müssen mehr Schulden generiert werden. Übertragen auf die Wirtschaftsleistung eines Landes sprechen Politiker dabei vom Wirtschaftswachstum.

Von der wertgebundenen zur vertrauensgebundenen Währung und der einsetzenden Manipulation

Angestrebt werden zwei Prozent Wirtschaftswachstum per anno. Was nicht sofort auffällt: diese Entwicklung ist ist nicht linear, sondern progressiv, da es im Folgejahr zwei Prozent Wirtschaftswachstum aus 102 Prozent sind, im Folgejahr zwei Prozent aus abgerundet 104,xx Prozent usw. Die Wirkung ist die einer Spirale, die sich immer mehr beschleunigt. Das erste Land, welches die Folgen Ende des letzten Jahrhunderts spürte, war Japan. Daher wurde dort zunächst erfolgreich begonnen, die Währung zu entwerten.

Nun sahen sich aber auch andere Länder zu diesem Schritt gezwungen, da die Relation zum japanischen Yen nicht mehr stimmte. Es folgten die USA und zwischenzeitlich auch die Europäische Union. EZB-Chef Draghi wirft Billionen auf den Markt, um auch den Wert des Euro in Relation zu anderen Währungen zu halten. Inzwischen dürfte immer mehr Menschen klar werden, dass diese Manipulationen nicht zielführend sein können, da auch die großen Finanzkrisen ein Resultat daraus sind.

Lernen aus der Vergangenheit zugunsten aller Menschen: die Geburtsstunde der Kryptowährungen

Es ist also nicht zufällig, dass ausgerechnet Japaner diese Problematik erkannten und in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends Strategiepapiere zu einer neuen Form der Währung, der Kryptowährung, veröffentlicht wurden. Diese Publikationen erfolgten unter dem Namen Satoshi Nakamoto, bei dem es sich wahrscheinlich um ein Pseudonym handelt. Die Idee dahinter ist einfach zu erklären, aber ungleich schwerer umzusetzen. Vereinfacht ausgedrückt: Krypto-Währungen werden aus digitalen Verschlüsselungen errechnet.

Warum Kryptowährungen überhaupt funktionieren

Daher die Bezeichnung Krypto. Je weiter die Berechnungen der daraus resultierenden Blogchains fortschreiten und neue Münzen errechnet werden, desto schwieriger werden diese Berechnungen. Aus diesem Grund auch diese speziellen Computer beim Kryptowährung-Mining, da enorme CPU-Leistungen benötigt werden.

Eines der wichtigsten Merkmale einer Kryptowährung ist dabei, dass die Geldmenge nicht nur eine einzelne Institution oder Nation beliebig verändert werden kann. Zudem entziehen sich Kryptowährungen aus den genannten Gründen völlig der staatlichen oder allgemein sogar der politischen Kontrolle. Der Wert definiert sich aus dem Glauben daran, an das Wissen um die Unbestechlichkeit und letztendlich um die begrenzte Geldwertschöpfung. Das ist das Prinzip, weshalb Kryptowährungen funktionieren können.

Anfangs wurde diese Idee mit einem wirklich ernsten Hintergrund belächelt. Doch spiegeln sich hier maßgebliche Verhältnisse wider. Die Bevölkerungen machen quantitativ die größere Gruppe aus. Die politischen, unternehmerischen oder elitären Gruppen, welche die herkömmlichen Währungen zu ihren Vorteilen manipulieren, sind deutlich weniger Menschen. Damit liegt die Durchsetzungskraft bei den Menschen, die den größten Anteil der Menschen auf der Welt ausmachen. Es spielt dabei keine Rolle, wie jemand im Einzelfall politisch dazu steht. Es sind einfach diese Strömungen in ihrer Gesamtheit, welche die Entwicklungen der Krypto-Währungen fördern.

Wie stark das Vertrauen der „einfachen“ Menschen (dazu zählen durchaus und sogar im besonderen Maße reiche Menschen) ist, verdeutlichen die Kursbewegungen beispielsweise zwischen der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin und dem chinesischen Renminbi (Yuan). Steigt der Renminbi, fällt der Bitcoin analog dazu und umgekehrt. Daraus lässt sich deutlich ableiten, dass viele Chinesen ihr Geld im Bitcoin buchstäblich in Sicherheit bringen. Auch bei anderen Währungen geschieht das immer häufiger. Das lässt sich durchaus in Relation zu den weitreichenden finanzpolitischen Entscheidungen von Währungsbanken und Regierungen in den letzten Jahren setzen.

Sind Krypto-Währungen und das dazugehörige Crypto Trading sicher?

Daraus können wir wiederum zwei wichtige Aspekte ableiten: einerseits, viele Menschen bringen den nötigen Glauben in zumindest einzelne Kryptowährungen mit. Andererseits, und das ist für das Crypto Trading mindestens ebenso wichtig, handeln immer mehr Menschen mit diesen Kryptowährungen. Damit ist ein entsprechendes Volumen im Markt. In den Kurscharts zu verschiedenen Krypto-Währungen lässt sich inzwischen eine verhältnismäßig hohe Volatilität erkennen. Wie bei jeder Form des Tradings sind verschiedene Aspekte wichtig, die ein Gesamtbild ergeben: Fundamentaldaten, Nachrichten bzw. politische und wirtschaftliche Entscheidungen und Ereignisse, die technische Analyse.

Im Vergleich zu denselben Analysemethoden bei herkömmlichen Währungen lässt sich erkennen, dass beispielsweise Nachrichten eine intensivere Wirkung auf Kryptowährungen haben als auf die großen klassischen Währungen. Aus diesen Beobachtungen ist zunächst abzuleiten, dass es auch bei Kryptowährungen keine Sicherheit garantiert werden kann. Allerdings lassen die Entwicklungen darauf schließen, dass immer mehr Menschen das notwendige Vertrauen fassen. Es gilt also wie bei allen anderen Trading Methoden, dass mit zunehmenden Gewinnchancen auch die Risiken steigen. Dennoch unterscheidet sich das Crypto Trading maßgeblich vom traditionellen Trading. Genau hier liegen die besonderen Chancen.

Vor- und Nachteile bei Crypto Trades

Es deuten verschiedene Ereignisse in den Charts darauf hin, dass das Trading von Krypto-Währungen hauptsächlich noch von anderen Teilnehmern als bei herkömmlichen Trades getragen wird. Die großen institutionellen Anleger fehlen wohl. Denn die Krypto-Währungen reagieren beispielsweise auffällig stark auf Nachrichten. Panik oder Euphorie bei den Teilnehmern des Handels drückt sich intensiver aus.

Das heißt, die Kursverläufe erreichen beispielsweise bei der direkten Konkurrenz-Kryptowährung zum Bitcoin, nämlich Ethereum, binnen weniger Stunden Entwicklungen im interessanten zweistelligen Prozentbereich, teilweise sogar im dreistelligen Prozentbereich. Die bereits zuvor genannten wichtigen psychischen Faktoren wie Panik oder Euphorie sind hier deutlich stärker ausgeprägt. Das gilt besonders beim Durchstoßen von Unterstützungs- und Widerstandslinien und Zonen. Im Anschluss ist in der Regel sehr viel Bewegung zu beobachten.

Nicht jede Trading-Taktik ist geeignet für Kryptowährungen

Einer der Nachteile beim Traden von Kryptowährungen, der nicht einmal zwangsläufig ein Nachteil ist, stellen die zwar durchaus deutlichen Kursveränderungen dar, die sich aber dennoch über mehrere Stunden ziehen. Ein Nachteil ist das für Daytrader oder Scalper, die vom Handel in Sekunden und Minuten bis maximal einige Stunden so handeln, dass vor Börsenschluss bzw. vor dem Ende des Tages alle Positionen geschlossen sind. Denn das Daytraden ist aufgrund der über Stunden entstehenden Kursentwicklungen kaum möglich.

Darin liegt aber auch der beste Vorteil beim Swing Trading, also über mehre Stunden bis hin zum Traden über mehrere Tage: die Wahrscheinlichkeiten einer Kursentwicklung sind viel besser abzuschätzen, da es kaum plötzliche Kurswechsel gibt, die nicht im Rahmen der zuvor durchgeführten Analysen liegen. Anders ausgedrückt: bestimmte Kryptomärkte sind besser berechenbar, da hier die Massenpsychologie stärker wirkt, da anscheinend automatisches Trading und große institutionelle Investoren noch nicht in dem Umfang vorherrschen wie bei den klassischen Währungspaaren.

Welche Kryptowährungen für das Trading geeignet?

Das führt uns dazu, dass nicht nur News Trader auf ihre Kosten kommen. Die technische Chart-Analyse eröffnet deutlich bessere Wahrscheinlichkeitsquoten als bei klassischen Währungspaaren. Voraussetzung ist natürlich die Beherrschung der technischen Analyse, von fundamentalen Daten sowie Nachrichten. Es gibt mehr als 3.000 Kryptowährungen. Interessant sind aber nur die, welche von ausreichend Marktteilnehmern gehandelt werden und attraktive Kursentwicklungen aufweisen.

Dabei zeigt der nächste Blick, dass es nur noch rund 100 Kryptowährungen sind, die auf ein tägliches Handelsvolumen von mehr als 1.000 US-Dollar kommen. Insgesamt liegt das Volumen bei gekauften Kryptowährungen derzeit bei mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Für etwa die Hälfte davon haben viele Menschen Bitcoin erworben, gefolgt von Ethereum. Daraus lässt sich der Nachteil ableiten, dass bei bestimmten Kryptowährungen das Trading nur mit relativ kleinen Geldsummen möglich ist.

Die passende Plattform für den Handel mit Kryptowährungen

Ein weiterer Vorteil sind die verschiedenen Handelsansätze. Es gibt Anbieter, bei denen Kryptowährungen ungehebelt erworben werden können. Es gibt keine Spreads, dafür aber eine monatliche Grundgebühr. Einerseits konnten sich solche Angebote bislang nicht hierzulande etablieren. Andererseits wird sehr viel Fachwissen und Expertise vorausgesetzt.

Für Anfänger beim Crypto-Traden, also auch Trader, die bisher nur mit klassischen Forex-Instrumenten handelten, wird ein Broker benötigt, der die wichtigsten Kryptowährungen anbietet, geringe Spreads (Kosten per Trade) aufweist, vielleicht interessante Hebel anbietet, aber auch Social Trading. Damit führen alle Wege zu Etoro. Etoro bietet genau diese Voraussetzungen. Die enorme Community ist hilfreich dabei, wirklich tief einzutauchen, um zum echten Profi zu wachsen beim Traden von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ethereum Classic (ETC), Litecoin (LTC) oder Ripple (XRP).

Fazit: die spannendsten und attraktivsten Finanzmärkte derzeit eindeutig Kryptowährungen

Es geht nicht darum, wie jemand politisch zu den Entwicklungen bei den klassischen Währungen steht. Ebenso wenig geht es um die ideologischen oder ideellen Ansichten zu Kryptowährungen. Das Verständnis resultiert im Wissen, weshalb diese Kryptowährungen funktionieren. Es sind vielmehr die Ereignisse und Geschehnisse in ihrer Gesamtheit, welche das Traden von Kryptowährungen so spannend machen. Abgerundet wird das durch die enormen Gewinnspannen, die beim Crypto Trading derzeit möglich sind. Dabei ist davon auszugehen, dass immer mehr Trader Kryptowährungen für sich entdecken. Mit Etoro als einen der wenigen Online Broker für Kryptowährungen, geringen Spreads und Social Trading wird der Schritt zum erfolgreichen Krypto Trader noch einfacher.

Ein Artikel von geldplus.net
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